Projekthintergrund

 

Hochschulpolitischer Kontext

Im Zuge des Wandels zu Wettbewerbssystemen in der Wissenschaft drohen Fragen der Bildungsgerechtigkeit beim Hochschulzugang und der Chancengleichheit im Studium ins Hintertreffen zu geraten. Um dem entgegenzuwirken, plädiert e n t e r  s c i e n c e für ungleichheitssensible Lehr-Lern-Arrangements, in denen studienrelevante Heterogenitätsdimensionen reflektiert und ungleiche Studienbedingungen berücksichtigt werden.

Mit dem Anstieg der Studierendenzahlen im vergangenen Jahrzehnt hat sich auch die Zusammensetzung der Studierendenschaft stark gewandelt. Dadurch findet sich im Hochschulbetrieb nunmehr nicht nur eine große Vielfalt an studentischen Lebenszusammenhängen und Bildungsbiographien wieder, sondern auch das Spektrum der Differenzen zwischen den Studierenden ist deutlich gewachsen. „Hochschulen müssen“ – so fordert der Wissenschaftsrat 2013 – „strategisch auf die Heterogenität der Studierendenschaft reagieren“.

Doch was meint Heterogenität im Hochschuldiskurs überhaupt? Wie fallen die hochschulpolitischen und -didaktischen Reaktionen bislang aus und wie sollten sie aussehen? Inwiefern wird Ungleichheit im Hochschulbereich wahrgenommen und thematisiert? Was bedeutet Diversitäts- und Ungleichheitssensibilität im Wissenschaftskontext? – Diesen Fragen geht das von der Hochschulrektorenkonferenz als "good practice" ausgezeichnete Projekt (link) auf konzeptioneller Ebene nach; ausführlich dazu in Publikationen, Vorträgen und kooperativ gestalteten Lehr-Lern-Räumen (link).

 

Leitbild für Studium und Lehre

Das Leitbild für Studium und Lehre – Forschendes Lernen, Partizipation und Vielfalt – wurde Ende 2015 vom Akademischen Senat beschlossen und spiegelt das Selbstverständnis der Universität Bremen wider (http://www.uni-bremen.de/lehre-studium/leitbild-lehre.html).

Das Projekt e n t e r  s c i e n c e entspricht den Leitideen und trägt dazu bei, diese Grundsätze in der Lehr-Lern-Praxis lebendig werden zu lassen.